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Archive for August 2010

Rentiert sich die Vermittlung von Mietobjekten noch für Makler?

Jetzt ist es endlich passiert – der Bundesminister hat eine neue Maklerverordnung erlassen in der die Höchstprovisionen für Mieten neu geregelt werden.

Ab 1. 9.2010 reduziert sich für Mieter die maximale Provision von 3 auf 2 Monatsmieten. Bei befristeten Mietverträgen bis max. 3 Jahre beträgt die Provision nur mehr 1 Monatsmiete statt 2 Mieten. Diese Provisionssätze gelten nur für Wohnungen und Einfamilienhäuser, nicht für gewerbliche Immobilien. Die Miete, als Basis für die Provisionsberechnung setzt sich immer aus der Monatsmiete inkl. der Betriebskosten exkl. MwSt. zusammen. Bei Verrechnung der Provision wird dann wieder 20% MwSt. hinzugerechnet.

Diese neue Verordnung, die bereits seit mehreren Jahren diskutiert wird, tritt natürlich knapp vor der Wiener Landtagswahl in Kraft. Ein Schelm der vermuten würde, dass das in irgendeinem Zusammenhang steht?! Vor allem wenn man bedenkt, dass der Großteil des Marktes für Wohnungsmieten auf Wien konzentriert ist.

Wie ich bereits in einem früheren Blogbeitrag geschrieben habe, besteht in Wien eine besondere Situation. Einige Makler haben sich auf den Mietmarkt spezialisiert und arbeiten mit Hausverwaltungen zusammen, die alle Leerstände an sie übergeben. Dafür bezahlen sie aber keine Provision von seitens des Vermieters, sondern verlangen sogar noch einen Teil der Provision des Mieters ein. Andere Hausverwaltungen haben eine Maklerfirma als Tochtergesellschaft und vermitteln die eigenen Immobilien. Für diese Spezies wurde jetzt die Provision noch zusätzlich halbiert.

Wenn man Vollkostenrechnung betreibt, dann kommt man bald darauf, dass sich die qualitativ hochwertige Vermittlungstätigkeit zur Vermietung von preiswerten Mietwohnungen für Makler einfach nicht mehr auszahlt, wenn er nur die Provision vom Mieter erhält. Es wird daher nötig sein, entweder die Vermieter zur Kassa zu bitten, oder Kosten- und Qualitätsreduktionen einzuführen. Oder eben diesen Markt nicht mehr anzugreifen.

Je weniger Qualität die Dienstleistung des Maklers hat, desto eher wird er es nicht schaffen, sich beim Vermieter durchzusetzen um dort eine Abgeber Provision zu erhalten. Also werden diese Makler entweder vom Markt verschwinden oder sie werden viel mehr arbeiten müssen. Denn wenn die Provision um 1/3 oder mehr gekürzt wird dann muss man eben um 1/3 mehr Objekte vermitteln. Wenn es die Objekte am Markt überhaupt gibt. Aber alle anderen Makler müssen dann auch um 1/3 mehr vermitteln und somit wird in gewissen Bereichen ein Maklersterben einsetzen. Diejenigen, die glauben, dass die Makler alle reich sind, seien darauf hingewiesen, dass der Durchschnitt der Immobilienmakler wahrscheinlich weniger verdient und mehr arbeitet als der durchschnittliche Angestellte.

Trotzdem geselle ich mich nicht zu den Kollegen, die einen großen Aufschrei machen und über die neue Verordnung bestürzt sind. Manche wollen sogar rechtlich gegen die neue Verordnung vorgehen. Das halte ich überhaupt nicht für sinnvoll.

Ich denke, wir Makler sollten einfach unseren Job gut machen, um hohe Qualität unserer Dienstleistung bemüht sein und somit sollten wir es schaffen auch vom Vermieter einen Provisionsanteil zu erhalten. Das wird zwar ein Umdenken am Markt verursachen, aber es macht die Aufteilung gerechter. Denn in Wahrheit arbeitet der Makler mehr für den Vermieter, als für den Mieter. Daher entsteht auch oft dieses Unrechtsgefühl der Mieter, der sieht, dass der Makler mit ihm vielleicht 2-3 Stunden Zeit verbracht hat und er soll dafür 3 Monatsmieten bezahlen. Dass der Makler bereits einen sehr hohen Zeitaufwand davor hatte, das sieht der Mieter ja nicht.

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Wiener Sicherheitsinformation

Wohnungs-Einbruchsdiebstahl Häufigkeit vom 17.8.10

Auf der Webseite der Wiener Polizeidirektion kann man seit kurzem die Häufung von Kriminalfällen tagesaktuell beobachten.

Es gibt eine grafische Statistik für Einbruchsdiebstähle von Privathaushalten, Firmen- und Geschäften und für Fahrzeugdiebstähle.

Es soll damit die Prävention verbessert werden und die Bewohner in den betroffenen Gebieten zu mehr Aufmerksamkeit verholfen werden. Das soll auch zu einer höheren Meldequote von verdächtigen Personen oder Handlungen führen.

Die Webseite mit den Sicherheitsinformationen finden Sie hier.

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Laut dem RE/MAX Immobilienspiegel befindet sich der österreichische Immobilienmarkt im 1. Halbjahr 2010 wieder deutlich im Aufwind.

Nach einem Rückgang des österreichischen Immobilienumsatzes im Jahr 2009 um ca. 7% dürfte die Unsicherheit gewichen sein und ein Aufschwung eingezogen sein, der den Umsatzrückgang 2009 mehr als wett macht.


Österreicher investierten im 1. Halbjahr 8,8 Milliarden Euro in Immobilien, ein Plus von 10,3 %. Wien liegt mit über 2,36 Mrd. Euro wieder klar voran.

  • 45.366 Immobilienkäufe wurden zwischen Jänner und Juni 2010 verbüchert, die meisten davon, nämlich 9.771, in Niederösterreich.
  • Im 1. Halbjahr 2010 besonders begehrt bei den Österreichern sind Grundstücke (+ 19,3 %) und Eigentumswohnungen (+ 18,5 %).

Alle Zahlen im Vergleich zum Halbjahr 2009.

Erwartungsgemäß die zahlenmäßig größte Gruppe der Immobilienkäufe waren Eigentumswohnungen: 17.060 Wohnungen wechselten in Österreich um durchschnittlich € 127.210,- (im Vorjahreszeitraum € 121.741,-) die Besitzer. Das bedeutet im Jahresvergleich eine Steigerung bei der Anzahl der gekauften Wohnungen um 18,5% und einen Wertanstieg um 4,5%.

Auch Grundstücke erfreuten sich großer Beliebtheit: 10.651 Grundstücke im Gesamtwert von 1,22 Mrd. Euro wurden im ersten Halbjahr gehandelt. Damit stieg die Transaktionsanzahl um 19,3% an.

Bei den angegebenen Durchschnittspreisen bei den Grundstücken ist zu beachten, dass nicht nur Baugrundstücke, sondern auch Grünland und Landwirtschaftsflächen in den Durchschnittspreis eingehen und daher der Wert unter den Werten für Baugrundstücke liegt. Wenn ein Leser an konkreten Zahlen für eine spezifische Grundstücksart interessiert ist, dann kann er sich gerne bei mir melden. Ich habe Zugriff auf alle Echtdaten in der Region Wien, Wien Umgebung und Tulln.

Einfamilienhäuser werden naturgemäß in den Bundesländern gehandelt. Mengenmäßig voran liegt Niederösterreich mit 1.172 Einfamilienhäusern zum Preis von € 141.596,-. Das ist ein Rückgang von 25,3% bei einem gleichzeitigen Preisanstieg von 10%. Man wird sich fragen, warum die Transaktionsanzahl von Einfamilienhäusern zurückgeht. Nun, dies liegt einerseits daran, dass derzeit viele Immobilien als Anlagegut gesehen werden und da schneidet das Einfamilienhaus im Vergleich zur Wohnung schlecht ab. Wohnungen haben mehr Wertsteigerung und sind leichter vermietbar als Häuser und bringen auch einen besseren Mietertrag bei weniger Instandhaltungsaufwand.

Die Preisliste für Einfamilienhäuser führt wie immer Wien vor Tirol und Salzburg an: Wien 326.825,- (+10,4%), Tirol € 287.202,- (+7,4%) und das Bundesland Salzburg € 252.226,- (+0,1%). Am günstigsten sind Einfamilienhäuser im Burgenland: € 87.881,- (+6,1%).

Besonders relevant ist es, wie diese Daten zustande kommen. Viele Datenpräsentationen beruhen auf Angebotsdaten die sich in Onlineplatformen darstellen. RE/MAX geht hier den viel aufwändigeren Weg und analysiert die wirklich erfolgten Verkaufstransaktionen aus den hinterlegten Verträgen im Grundbuch. Dadurch werden hier nur Echtdaten von erfolgten Verkaufstransaktionen herangezogen und keine Interpretationen oder Interpolationen durchgeführt.

RE/MAX wächst doppelt so schnell wie der Markt

RE/MAX-Austria konnte nach dem ersten Halbjahr 2010 zufrieden Bilanz ziehen: Die Anzahl der getätigten Verkäufe im größten Maklernetzwerk Österreichs konnte um 22,5 % und der Transaktionswert um 19 % gesteigert werden. Damit ist RE/MAX beinahe doppelt so schnell gewachsen wie der österreichische Immobilienmarkt.

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